„Sportkarre in Bewegung“
Erster Test mit unser neuen GoPro-HD-Hero Kamera

„Die Sportkarre wird ihrem Namen gerecht“
 
Das vierte Rennen - der erste Klassensieg!
 
Nach dem wir in Segeberg zum ersten Mal mit der Sportkarre an den Start gegangen waren, stand nun das Slalom-Wochenende in Kaltenkirchen auf dem Plan. Die Truppe um Harry Seiler steht seit Jahren für eine Veranstaltung der Spitzenklasse. Mit mehr als 230 Startern an zwei Tagen, trieb es diesmal den Veranstalter (MSC-Kaltenkirchen) an die Grenzen seiner Möglichkeiten. An beiden Tagen musste man mehr als zehn Teilnehmer ablehnen, weil die Klassen allesamt voll waren. Für Nathalie als „Frischling“, war die Strecke natürlich Neuland. Der übersichtliche Rundkurs sieht auf den ersten Blick einfach aus, aber es ist trotzdem nicht leicht, die schnellste Linie zu finden, ohne viele Pylonen zu schmeißen. Das musste sie leider an diesem Wochenende lernen. Die Fahrzeiten purzelten immer weiter nach unten und mit ihnen leider auch die Pylonen. Sebastian zeigte sich da schon erfahrener und hat am Samstag mit zwei fehlerfreien Läufen einen sechsten Platz in einem Starterfeld von sechszehn Startern in der 2A erreicht. Glückwunsch! Wenn man bedenkt, dass die Sportkarre das schwächste Auto im Feld war, ist das schon eine Leistung. Das Fahrwerk und die Reifen harmonieren einfach perfekt miteinander. Das schlechte Ansprechverhalten des AAV-Motors mit seiner Zentraleinspritzung und den mageren 54 PS, werden dadurch gut ausgeglichen. Wir dürften bei dem Leergewicht unseres Fahrzeuges übrigens  volle 75 PS haben! Am Sonntag war dann ein Starterfeld von zwölf Teilnehmern in der 2A am Start. Sebastian spielte gedanklich mit einer erneuten Platzierung im Mittelfeld. Die meisten Teilnehmer am Start kannte er bereits vom Vortag. Das wird schwierig, da war sich Sebastian sicher. Eine kleine Änderung am Fahrzeug, sollte das Einlenkverhalten gegenüber dem Vortag verbessern. Bereits in der Trainingsrunde zeigte sich der Polo sehr „driftfreudig“ und tänzelte über den Kurs. Sebastian mag dieses gut kontrollierbare Übersteuern und setzte es gezielt auf dem Kurs ein. Die erste Wertungszeit entsprach in etwa der besten Fahrzeit vom Vortag. Dieter fragte Nathalie:“ Ist Sebastian eigentlich nervös sei, wenn er am Vorstart wartet?“  Sie ging zum Auto und machte die Tür auf. Dann hörte sie Musik aus dem Autoradio, was die beiden erst kürzlich in den Wagen eingebaut hatten. Sie schloss die Tür hinter sich und ging wieder zu Dieter zurück: „Nein, er ist nicht nervös, wenn er fahren muss. Er hört in aller Ruhe Radio.“ In der darauf folgenden Runde wollte Sebastian noch einmal alles riskieren, es musste doch noch schneller gehen! Er holte noch einmal ca. eine Sekunde raus. Als er das Ergebnis aus der Lautsprecheranlage hörte, fuhr er zufrieden ins Fahrerlager zurück. Sebastian war gerade auf dem Weg zurück zur Zeitnahme, als ihm Kevin entgegen kam und ihm mit den Worten „Glückwunsch zum Klassensieg“ begrüßte. Das konnte doch nur ein Scherz von ihm gewesen sein?! Nein, es war tatsächlich wahr und Sebastian hat bei der zweiten Veranstaltung (viertes Renner der Saison) den Klassensieg mit der Sportkarre eingefahren. Dirk, der ex-Schleswig-Holstein Meister, Konkurrent, aber auch Ziehvater von Sebastian im Slalomsport, reichte ihm die Hand zur Gratulation: „Glückwunsch, mein Kleiner!“ – dabei ist er doch der kleinere ;). In der Gesamtwertung hat die Sportkarre damit BMW 318is, BMW M3 und Lotus Elise hinter sich gelassen. So ein Polo ist schon ein kleiner Volkssportwagen.  
  
1erPlatz

kaki Slalom sieg

Wir haben Rallyefieber

WP, ZK, DK? Nein, WP steht nicht für Werbepause, ZK steht nicht für Zündkerze und DK nicht für Drosselklappe. Hier ist mit WP - Wertungsprüfung, mit ZK - Zeitkontrolle und mit DK - Durchfahrtskontrolle gemeint gewesen. Genaueres findet man im Bordbuch und auf der Bordkarte. Noch Fragen? Alles böhmische Dörfer für Euch? Das war es für uns auch, als wir an unserem ersten Clubsprint teilgenommen haben. Der Clubsprint ist eine „kleine Variante“ des Rallyesports. Die einzelnen Wertungsprüfungen sind zwischen vier und fünf Kilometern lang. Gestartet wird in 20 Sekunden Abständen. Der Streckenbelag ist Asphalt oder Beton. Für den ADAC Schleswig-Holstein ist diese Art des Motorsports noch Neuland und man betrachtet es als Pilotprojekt. Der Clubsprint des MSC-Holstein bestand aus 4 Wertungsprüfungen. Die ersten zwei Prüfungen waren drei Runden rund um das ehemalige Tanklager auf dem Flugplatz hungriger Wolf. WP3 und WP4 bestanden aus jeweils vier Runden auf der selben Strecke. Für Nathalie war es die ideale Chance auf dem heißen Stuhl neben Sebastian Platz zu nehmen. Für Sebastian als Slalomfahrer war es sehr ungewohnt, eine Strecke ohne Pylonen vorzufinden. Hatte da jemand etwas vergessen? Nein, bei dem Clubsprint des MSC-Holstein gab es nur eine Schikane auf der langen Geraden, um das Tempo aus den Autos etwas rauszunehmen. Die Schikane bestand aus mehreren Reifenstapeln. Wir haben diese jedes Mal an dem Platz stehen lassen. Andere suchten nach Teilen ihrer Stoßstange. In WP2 war uns dann ein BMW 318is auf den Fersen. In den engen Kurven brach sein Heck mehrmals aus, während der Polo stabil in der Spur blieb. Durch ein großes Plus an Motorleistung konnte der BMW aber immer wieder auf den Polo aufschließen. In seiner letzten Runde hat sich dann Sebastian durch den Verfolger dazu überreden lassen, eine Runde zu früh von der Strecke zu fahren. Völlig unnötig hat uns das eine Zeitstrafe von der doppelten Fahrzeit eingebracht. Er hätte auf seine Beifahrerin hören sollen. Das wurde nach dem Zieleinlauf auch von allen anderen Fahrern bestätigt. Sebastian gelobte Besserung und würde in Zukunft auf seine Beifahrerin hören. In WP3 hat er das dann auch gleich gemacht und ist brav nach Ansage eine Runde zuviel gefahren :)
Das Gesamtergebnis konnte also nicht mehr berauschend ausfallen. Auf die angestrebte Meisterschaft hat dieser Ausflug in den „Rallyesport“ keinen Einfluß, aber der sportliche Ehrgeiz hat uns gepackt und wir werden es das nächste Mal packen. 4 links über Kuppe bis zum Sieg :)

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Foto: Christian Ansorge
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Foto: Christian Ansorge
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Foto: Christian Ansorge
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Foto: Christian Ansorge

Sportliche Erfolge
Mehr als zehn Klassensiege und dutzende zweite und dritte Plätze hat das SEMA-Motorsport Team in den letzten Jahren eingefahren.

Es geht weiter!
In 2012 starten wir in neuer Besetzung und mit einem neuen Auto. Wir haben damit großes vor.

Let’s go racing!