MSC-Tarp - Pylonenfrei blieb hier niemand!

Am Tag der Deutschen Einheit lud der MSC-Tarp nach langer Pause wieder zu einem Clubslalom ein: Neues Gelände und die zugleich letzte Chance für die Nord-Ostsee-Pokal Meisterschaft etwas zu bewegen. Noch am Vortag wurden wir angerufen und es wurden Strategien durchgesprochen, doch noch etwas in der Meisterschaft zu bewegen. 
Es war also Spannung pur am Tag der Veranstaltung und die Fahrer heizten sich gegenseitig an. Die Strecke auf dem ehemaligen Kasernengelände trug ihr übriges zu dieser spannungsgeladenen Situation bei. Der Kurs um die ehemaligen Instandsetzungsgebäude der Bundeswehr war einfach der perfekte Rahmen für diesen Meisterschaftsabschluss. Angefangen mit einer Art Rundkurs und anspruchsvoller Kartkurve über einen sehr schnellen Schweizer bis zu einer Wende hinter einer nicht einsehbaren Kurve - einfach nur Klasse und anspruchsvoll! Die beiden Favoriten Harry Holz (Fiat X1/9) und Roy Roger Taylor (Taylor-Tuning Polo RT2) zeigten einen packenden Kampf um die Spitze der Tabelle. Das Ergebnis sollte beide zufrieden stellen. Für Harry Platz 1 in der Clubslalom Meisterschaft und für Roy Platz 1 in der Slalommeisterschaft. Es war also spannend bis zum Schluss und das nich nur für die beiden Favoriten. Nathalie konnte sich Platz 3 in der Nachwuchsmeisterschaft erkämpfen und ist damit die beste Dame. Für Sebastian lief es ebenfalls nicht schlecht, er belegt Platz 7 in der Meisterschaft.
Bei der Siegerehrung durfte sich an diesem Tag jeder über eine Pylone freuen.

Pasted Graphic 1

Unsere besten Ergebnisse an diesem Tag:
Nathalie Platz 1 von 3 in der Gruppe 1A (Newcomer)
Sebastian Platz 3 von 9 in der Gruppe 2A

Nathalie in der Einsteigerklasse



Wir freuen uns schon riesig auf die nächste Saison und haben jetzt nur noch den Endlauf der Ecurie-Motorsport-Nord vor Augen.

Friesisch-herb,
präsentierte sich der Kurs auf dem Flugplatz Schwesingen in der Nähe von Husum. Der vom Automobilclub-Nordfriesland aufgebaute Parcours lud zum massenhaften Pylonenschmeißen ein und forderte den Fahrern und den Streckenposten einiges ab. Neben schräg gestellten Gassen und unterschiedlich schnellen Schweizern gab es viele interessante Aufgaben, die von den Fahrern bewältigt werden mussten. Nathalie konnte die erste der beiden Veranstaltungen souverän für sich entscheiden. Bei der zweiten Veranstaltung glaubten wir, sie wegen der ebenfalls schnellsten Fahrzeiten, erneut ganz oben auf dem Treppchen zu sehen. Doch dann die Überraschung, am Aushang stand neben ihrer Fahrzeit eine Zeitstrafe für einen ausgelassene Aufgabe. Sie konnte sich trotz Nachfrage nicht an diesen Fehler erinnern, aber Schwamm drüber. Trotz der 15 Strafsekunden nicht letzte und immerhin noch auf dem Podest - Platz 3 und insgesamt wichtige Punkte für die Nachwuchsmeisterschaft.

 
Husum 2

Für Sebastian ging es heute ebenfalls um wichtige Plätze im ADAC-Nord-Ostsee-Pokal. Der Polo verhielt sich tadellos und Sebastian konnte wieder einmal zeigen, was man mit dem zwanzig Jahre alten Auto alles anstellen kann. Trotz der niedrigen Asphalttemperaturen bauten die Yokohama A048 Semislick-Reifen ordentlich Grip auf und das Sorg-Motorsport-Fahrwerk wurde auf der härtesten Einstellung gefahren. Die hohen G-Kräfte auf diesem Kurs hätten einen mit verbundenen Augen wohl eher an eine Achterbahn-, als an eine Autofahrt denken lassen. Am Ende fuhr Sebastian mit drei Hundertstel Rückstand auf Jaro zweimal den zweiten Platz ein. Insgesamt also ein voller Erfolg für das SEMA-Motorsport Team und wir sind sicher, die drei Hundertstel werden wir in Zukunft auch noch finden. Fazit für diese
Veranstaltung: Richtig toller und vor allem fairer Motorsport!

Husum 3

Husum 4

Wer bremst verliert

...die Haftung an der Hinterachse. Aber wir fangen besser ganz von vorne an. Nachdem wir auf dem Travering mit Benzinverlust ,durch einen undichten Tankverschluss, kämpfen mussten, waren wir vor unserem Einsatz in Bad Segeberg doch ziemlich angespannt. Hoffentlich ist diesmal alles dicht und wir können uns entspannt auf unsere Wertungsläufe konzentrieren. Soviel können wir jetzt schon verraten, der Tankverschluss machte keine Probleme mehr.

Nachdem die technische Abnahme problemlos absolviert wurde, tauchte plötzlich Christian Ansorge im Fahrerlager auf. Der Polofahrer aus Oldenburg hatte sich erst kurz vor der Veranstaltung durch Sebastian überreden lassen und wollte nun auch an der Doppelveranstaltung teilnehmen. Die Klasse 2A war am Vormittag mit 14 Startern sehr gut besetzt und sowohl Christian als auch Sebastian fanden sich inmitten eines schnellen Starterfeldes aus Ex-Youngster-Cup-Fahrern und gut vorbereiteten Ex-ADAC-Autos wieder. 

Sebastian startete zum Trainingslauf auf die Strecke, die von der Asphalttemperatur noch sehr kalt und voller kleiner Kiesel war. Nach der langen Geraden an der Halle vorbei musste er anbremsen, um das Tempo auf die Wende anzupassen. Das Heck des Polos brach unvermittelt aus und eine 180°-Drehung war nicht mehr zu vermeiden. Was war denn mit unserem gutmütigen Auto passiert? Klar die Reifen waren noch kalt und die Strecke voller Sand. Auch in den nachfolgenden Wertungsläufen musste Sebastian ständig korrigieren und das Tempo rausnehmen, um nicht erneut ins Schleudern zu geraten. Wir hatten den Polo erst vor kurzem mit einem lastabhängigen Bremskraftregler ausgerüstet und das wird der Übeltäter gewesen sein. Durch die offensichtlich falsche Einstellung dieses Reglers wurde der Hinterachse eine Beladung vorgetäuscht, die gar nicht vorhanden war. In der Folge blockierten beim Anbremsen die Räder an der Hinterachse, noch vor den Vorderrädern und konnten somit keine Seitenführungskräfte mehr übertragen. Der Wagen fing sich an zu drehen. Trotz dieses großen Handycaps gelang es Sebastian einen guten 7. Platz herauszufahren.  

Nun war Nathalie an der Reihe und bestätigte ebenfalls im Training die giftige Hinterachsbremse durch einen Dreher auf dem Rückweg von der Wende. Dieser Punkt hat im Training schon eine gewisse Tradition, das gute Abschneiden in den beiden Wertungsläufen allerdings auch. Klassensieg in der Klasse 1A und verglichen mit der 1B wirklich akzeptable Zeiten. Ein besonderer Dank geht auch an Harry Seiler, denn ohne ihn wäre das sicher nicht möglich gewesen ;-)

Wir haben nach der Veranstaltung noch einige andere Punkte am Fahrzeug gefunden die wir bis zur nächsten Veranstaltung verbessern werden. Die knappe Zeit und die fehlende Teststrecke vor der Haustür machen für uns ein gut vorbereitetes Auto leider nur in Etappen möglich. Trotzdem blicken wir auf eine sehr schöne Veranstaltung zurück und möchten uns sowohl bei den Veranstaltern als auch bei allen Helfern dafür bedanken. 

An Christian: Wir freuen uns auf die nächste Challange mit dir und werden unseren Vorsprung bitter verteidigen ;-)


Kleine Ursache große Wirkung!

Voller Zuversicht ging es auf dem Travering für uns an den Start. Sebastian war als erster an der Reihe und fuhr auf die Strecke. Kurz vor dem Ziel wurde er allerdings durch die Streckenposten ausgebremst. Massiver Benzinverlust aus dem Bereich der Tankklappe. Wir bekamen die Gelegenheit zum Nachbessern und standen nun wieder im Fahrerlager. Als Fehlerursache war der Tankverschluss schnell gefunden. Da das Originalteil kein Schlüssel mehr hatte, wurde hier mal ein Zubehörteil von Matthies-Autoteile verbaut. Dieses Teil ist aber der totale Schrott und dichtet überhaupt nicht richtig ab. Auf dem ganzen Rennplatz kein 86c vorhanden, der uns einen Tankdeckel leihen konnte. Rasch kamen andere Teilnehmer mit Gummihandschuhen und wir versuchten den Tankverschluss zu modifizieren. Eine kurze Kreisfahrt zeigte aber, dass es leider nichts brachte. Für Sebastian war die Veranstaltung gelaufen, aber Nathalies Start stand noch bevor. Nach Hause fahren und einen Tankverschluss holen? Das hätte zu lange gedauert. In den Klassen am Nachmittag würden noch weitere Polos an den Start gehen. Also rief ich Klaus von P und K Racing aus Neumünster an. Er war bereits auf dem Weg zur Veranstaltung und half zusammen mit Roy einem anderem Polo-Team, dass mit ihrem Zugfahrzeug liegen geblieben war. Irgendwie war an dem Tag der Wurm drin. Als die Jungs von P und K Racing auf dem Platz erschienen, konnten wir ihren Tankverschluss ausprobieren und er war dicht. Nathalie konnte also an den Start gehen.
Bei ihr lief alles glatt, aber an dem Tag gab es weiteres Pech in Form eines kleinen Unfalls, Fahrfehlern und Motorproblemen. Es gibt Tage da bleibt man besser zu Hause. Sebastian konnte wenigstens am späten Nachmittag noch in der Sonderklasse starten und war mit den Fahrzeiten sehr zufrieden. Der Polo lief richtig gut, aber dieser Lauf zählt leider zu keiner Meisterschaft. Die Helden des Tages sind aber unsere hilfsbereiten Mitstreiter von P und K Racing. Wir wünschen euch ebenfalls ein Ende euer Pechsträhne!

Sonntag geht es nach Sülfeld und da bekommt ihr euren Tankdeckel wieder :-)

Video: Nathalie in der Einsteigerklasse 1A