Fahrwerk & Reifen

Das Fahrwerk der Cup Polos erfuhr eine gründliche Überarbeitung, um den Belangen des Motorsports gerecht zu werden. Die serienmässige Vorderachse wurde durch einen Hilfsrahmen zusätzlich versteift (siehe Bild unten). Der Rahmen überspannte an dem Punkt (C) den Auspufftunnel, der durch seine Aussparung in der Bodengruppe den Vorderwagen schwächt. Die mit (B) gekennzeichneten Punkte, wurden durch verschrauben mit der inneren Querlenkeraufnahme verbunden. Hierzu hat VW-Motorsport ein zusätzliches Befestigungsloch in die Querlenkeraufnahme gebohrt. Die mit (A) gekennzeichneten Punkte wurden an den original Befestigungspunkten für den Stabilisator angeschraubt. Auf der Unterseite des Rahmens befand sich eine Stabilisatoraufnahme, die der originalen entsprach. Jedoch war die Aufnahme 35 mm in Fahrtrichtung versetzt angebracht. Zwei Dinge hat man auf diese Weise erreicht, der Nachlauf wurde vergrössert und der Radstand verlängert. Ergänzt wurde das Fahrwerk hinten durch eine härtere Federn-Stoßdämpferkombination und eine Domstrebe. Die Stoßdämpfer konnten durch Austausch des Dämpferöls in der Härte angepasst werden. Ein exzentrisches Domlager ermöglichte die Sturz- und Nachlaufeinstellung an der Vorderachse. Üblicherweise wurde im Cup mit -3° Sturz gefahren. Beim Saugercup gab es diese Einstellmöglichkeit noch nicht, dort hat man die Federbeine in speziellen Formen gebogen, um mehr Sturz zu erreichen. Die Fahrwerksgummis und Motorlager wurden durch 85 Shore harte Gummis ersetzt.

Für die Felgen des Cup Polos ließen sich die Mitarbeiter von VW-Motorsport etwas ganz besonderes einfallen. Sie ließen durch die Firma Centra, Alufelgen in der Größe 5 1/2 x 13 im Design des VW Logos anfertigen. Die verwendete Bereifung bestand aus Pirelli Slicks und Regenreifen in den Dimensionen 185/60 VR 13. Die Slicks wurden von vielen Fahrern als zu hart empfunden.

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Aufmacher Polo Cup 7 560x400

Zeichnung: Verstärkungsrahmen für die Vorderachse (auch Hirschgeweih genannt)